> Besinnliches

Du sollst deinen Nächsten Lieben wie dich selbst . . .

das war unter anderem die Antwort Jesu auf die Frage von Schriftgelehrten, die nach dem ewigen Leben fragten.

Lukas, der Arzt und enge Begleiter des Apostel Paulus hat das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter, aus der die Aussage über die Nächstenliebe entnommen wurde, in dem von ihm verfassten Lukasevangelium, Kapitel 10 die Verse 25 bis 37 uns überliefert.

Gleichsam kam die Frage auf, wer ist denn nun mein Nächster.
Sind es, wie in dem Gleichnis geschrieben, die Menschen, welche an der am Boden liegenden, geschundenen und verletzen Person, achtlos vorüber gehen.
Passanten, die schon in der Lage gewesen wären selbst helfen zu können oder Hilfe zu organisieren.
Vielleicht drängten sie eilige Termine und die Angst, durch die Hinwendung zu dem Hilfebedürftigen, wichtige Dinge im eigenen Leben zu verpassen.
Vielleicht war es aber auch eine Form der Verdrängung der Tatsache, dass es buchstäblich in direkter Nachbarschaft Hilflosigkeit und Ohnmacht gibt.
Eine Verdrängung, hinter der die Angst steht, eines Tages selbst Hilflos zu sein und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Das Gleichnis zeigt aber einen anderen Passanten, der an diese Stelle kommt, wo sich der Hilfebedürftige befindet, im konkreten Falle einen Samariter. Ein Mensch, der anscheinend nicht aus der direkten Nachbarschaft kommt, der aber sofort erkennt, die wichtigste Person ist der Hilfebedürftige und die wichtigste Zeit, ist die Zeit des Helfens.
Was tut er, er verbindet die Wunden des Geschundenen und bringt ihn in eine Herberge um ihm weitere Hilfe teil werden zu lassen.
Lukas berichte uns darüber hinaus, dass die Versorgung des Hilfebedürftigen aber auch Geld kosten wird. Im Gleichnis gibt der Samariter dem Wirt der Herberge Geld um den Hilfebedürftigen gut zu versorgen und zu pflegen. Der Samariter sagt aber auch, dass er zurückkehren wird um nach dem Hilfebedürftigen zu schauen und sollte das Geld nicht gereicht haben, für die Pflege noch etwas zu zahlen.

Das Gleichnis endet mit der Aussage, dass es Barmherzigkeit ist, sich um Hilfsbedürftige und geschundene Menschen zu kümmern. Es bestätigt einmal mehr:

Nach oben